Mehr Geld vom Land für Kitas im Kreis Warendorf

Mehr Geld vom Land für Kitas im Kreis Warendorf

Vor 600 Besucherinnen und Besuchern wurde gestern im Landtag der Entwurf für eine Reform des Kinderbildungsgesetzes vorgestellt. Dazu erklärt Ali Bas als einer der Teilnehmer:  „Es freut mich, dass das Land trotz der schwierigen Haushaltslage mehr Mittel für alle Kitas bereitstellt. Mit 2.000 Euro pro Gruppe und Jahr können zusätzliche Personalstunden finanziert werden, sei es für Erzieherinnen oder für Hauswirtschaftskräfte. Landesweit stellen wir hierfür 55 Millionen Euro bereit.“

Neu sei auch ein Landeszuschuss für Kitas, die besonders häufig von Kindern aus sozial schwierigen Milieus besucht werden. In solchen Einrichtungen wird zusätzliches Personal benötigt, um den höheren Förderbedarfen dieser Kinder gerecht zu werden. Hierfür werden landesweit weitere 45 Millionen Euro bereitgestellt. 1800 Kitas landesweit erhalten daraus 25.000 Euro. Wie viele dieser Kitas im Kreis Warendorf den Zuschuss erhalten, wird gegenwärtig noch berechnet. Er richtet sich nach der Zahl der Kinder unter 7 Jahren, deren Eltern Leistungen nach SGB II erhalten.

Ebenfalls neu ist auch, dass das Land künftig Mittel für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in Höhe von landesweit 5 Millionen Euro bereitstellt. Dadurch werden Träger entlastet, die auch eine höhere betriebswirtschaftliche Planungssicherheit erhalten werden.

Die grüne Kreissprecherin Raphaela Blümer aus Drensteinfurt zeigte sich erfreut, dass es keinerlei  zusätzliche finanzielle Belastung der Städte und Gemeinden durch diese Reform gebe. „Das Land leistet einen großen Beitrag für mehr Familienfreundlichkeit im Kreis Warendorf“, so Frau Blümer. Eine weitere Stärkung der frühkindlichen Bildungsarbeit sehen die Grünen darin,, dass Kinderpflegerinnen Teil des Kita-Personals bleiben dürfen und der Sprachtest Delfin 4 abgelöst wird durch bessere Verfahren, die die Erzieherinnen selbst durchführen. Ali Bas ist überzeugt: “Mehr Personal für Kinder, keine Belastungen der Stadt, Planungssicherheit für die Träger: Diese Reform kann sich sehen lassen!“  Der Gesetzentwurf wird im Frühjahr 2014 im Landtag beraten, die neuen Regelungen sollen zum 1.8.2014 in Kraft treten.

 

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