Zur Debatte um einen möglichen Bruch zwischen Professor Mouhanad Khorchide, Leiter des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) an der Universität Münster, und dem Koordinierungsrat der Muslime (KRM) erklären Dr. Ruth Seidl, hochschulpolitische Sprecherin, und Ali Baş, Sprecher für interreligiösen Dialog der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

Dr. Ruth Seidl: „Alle Beteiligten sollten dringend den gemeinsamen Dialog suchen. Mit den grundgesetzlich garantierten Freiheiten muss verantwortlich umgegangen werden. Unsere Hochschulen bieten genug Möglichkeiten und Raum, um die Probleme gemeinsam zu lösen. Wir vertrauen dabei auf die moderierende Rolle von Professorin Ursula Nelles als Rektorin der Universität Münster.“

Ali Baş: „Der Islam kann, wie andere Religionen auch, unterschiedlich ausgelegt und gelebt werden. Die Pluralität des Islam kann sich allerdings in der nordrhein-westfälischen Hochschullandschaft kaum widerspiegeln, wenn nur an einem einzigen Lehrstuhl islamische Theologie gelehrt wird. Wir würden es sehr begrüßen, wenn in einem ersten Schritt weitere entsprechende Lehrstühle in Münster besetzt werden. Dies würde nicht nur der Pluralität des Islam eher gerecht werden, es könnten auch mehr Lehrkräfte für den islamischen Religionsunterricht an unseren Schulen ausgebildet werden.“

2013 12 19 Seidl Bas Konflikte Dialog