2013 07 02 Diskussion Asylrecht Stadtlohn

Podiumsdiskussion des Flüchtlingsrates des Kreises Borken:

Auf Einladung des Flüchtlingsrates des Kreises Borken habe ich an einer stark besetzen Podiumsdiskussion in der Herta Lebenstein-Realschule in Stadtlohn teilgenommen. Ein menschenwürdiges Asyl- und Aufenthaltsrecht war das Kernanliegen des Flüchtlingsrates. Davon könne bei einer Praxis von Kettenduldungen und nächtlichen Abschiebungen keine Rede sein.

Eindrucksvoll stellte Volker Maria Hügel von der Gemeinnützigen Gesellschaft Asylsuchender die rechtliche Situation, das Verwaltungshandeln und die Lebensrealität von Flüchtlingen dar. Die über 50 ZuhörerInnen – darunter etliche Schülerinnen und Schüler – hörten sehr interessiert zu, waren empört und gerührt, vor allem, als es um die Kinder ging.

Sehr interessant auch, dass Thomas Buß vom Unternehmensverband Aktiv im Westmünsterland auf die hohe Integrationswirkung eines festen und funktionierenden Arbeitsverhältnisses hinwies.

Kritisiert wurde von vielen TeilnehmerInnen die mangelnde Willkommenskultur im Kreis Borken. Ich berichtete, dass es in der Stadt Hamm und auch im CDU-geführten Kreis Warendorf kommunale Integrationszentren gebe. Auch ist mir im Landtag aufgefallen, dass es aus dem Kreis Borken überdurchschnittlich viele Petitionen in Flüchtlingsangelegenheiten gebe. Notwendig ist eine geänderte Gesetzgebung auf Bundesebene.

 

Auf dem Foto zu sehen (v.l.n.r.): Ingo Ochtrup (Leiter der ZUE Schöppingen, Ulla Schulte (SPD Kreistagsfraktion), Thomas Buß (AIW Unternehmensverband),  Marlene Speth (Vorsitzende des Flüchtlingsrats Kreis Borken) Ali Bas MdL, Frank Büning (Grüner Bundestagskandidat)  sowie Volker Maria Hügel (GGUA).

Pressemitteilung zur Diskussion des Flüchtlingsrates im Kreis Borken