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Die Hindugemeinde in Hamm war die erste Station für meine interreligiöse Rundreise durch Nordrheinwestfalen. Auf meiner Tour zu den religiösen Zentren in meinem Wahlkreis habe ich mit der GRÜNEN Bundestagskandidatin Marie Dazert aus Hamm den Sri Kamadchi Ampal Tempel in Hamm Uentrop besucht.  Als Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW freue ich mich, die religiöse Vielfalt in NRW besser kennen lernen zu können.

Derzeit besuche ich verschiedene Religionsgemeinschaften in NRW. Wenn ich über Religion und religiösen Dialog spreche, möchte ich als allererstes mit den Akteuren selbst ins Gespräch kommen und in Dialog treten. Gemeinsam mit Marie Dazert unterhielt ich mich mit Priester Arumugam Paskaran über die Situation des Hinduismus in Deutschland, die Gemeinde und die Traditionen an sich und den interreligiösen Dialog zu anderen Glaubensgemeinschaften. Besonderen Stellenwert im Gespräch hatte das neue Bestattungsgestz des Landes Nordrhein Westfalen. Derzeit lassen viele Hindus ihre Verstorbenen u.a. nach Indien überführen, um dort die Bestattung uneingeschränkt entsprechend der Tradition durchführen zu können. Mit der im neuen Gesetzesentwurf genannten Möglichkeit für andere Religionsgemeinschaften auch eigene Friedhöfe zu betreiben, könnte sich das ändern. Baş und Dazert versprachen Paskaran, mit ihm wegen des Gesetzes in Kontakt zu bleiben.

Der hinduistische Tempel in der nordrhein-westfälischen Stadt Hamm ist seit Fertigstellung und Einweihung im Jahr 2002 der größte Dravida-Tempel Europas und der zweitgrößte hinduistische Tempel in Europa überhaupt. Zur NRW-Hindu-Gemeinde zählen über 5000 Menschen, etwa 60.000 tamilische Hindus leben insgesamt in Deutschland.